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Promotionsverbund "Dimensionen der Ambiguität"

Termine

Aktuelles

Das Symposiums ist Vergangenheit, das Programm ist weiterhin für Interessenten in der Sektion Symposium verfügbar.

Das Gleiche gilt für den Roundtable des SFB 833 "Bedeutungskonstitution - Dynamik und Adaptivität sprachlicher Strukturen" zum Thema "Analyzing Ambiguity - Linguistic Perspectives". Auch dieses Programm finden sich weiterhin im Bereich Symposium.

Das Konzept

Ambiguität ist eine Thematik, die in unterschiedlicher Weise seit jeher Linguistik, Rhetorik und Literaturwissenschaft beschäftigt. Ein interdisziplinärer Dialog über die Dimensionen der Ambiguität in Sprache und Text ist aber bislang nur ansatzweise zustande gekommen. Wenn in diesem Promotionsverbund eine solche Kooperation unternommen wird, so bedeutet dies mehr als eine bloße Addition von Perspektiven. Nach Überzeugung der Beteiligten wird sich vielmehr zeigen, dass die gewonnenen Erkenntnisse in die einzelnen Disziplinen zurückwirken und dort eine Neuperspektivierung ermöglichen. Es ist das Ziel des Promotionsverbundes, in einer Reihe von exemplarischen Einzelstudien Ambiguität auf verschiedenen sprachlichen und anderen kommunikativen Ebenen (Sprachsystem, Diskurs, Gattung, Einzeltext), in Synchronie und Diachronie sowie im Hinblick auf verschiedene Arten und Grade der Kontextualisierung (vom Einzelwort bis hin zu größeren kulturellen Zusammenhängen) zu erforschen. Ein tragender Gedanke ist die Gegenläufigkeit von Disambiguierung und Erzeugung von Ambiguität. Während die Literaturwissenschaft in Texten vor allem die Produktion von Mehrdeutigkeit sucht, geht es der Linguistik in der Regel um die Auflösung von Mehrdeutigkeit, sei es auf der Ebene des Diskurses, sei es auf der Ebene der Theorie. Das Kolleg möchte ganz entschieden zu einer Revision dieser vorherrschenden Sichtweisen beitragen. Ansatzpunkt dafür ist die Erwartung, dass es sich – genau gegenläufig hierzu – als besonders lohnend erweisen wird, in der Linguistik die Mittel und Umstände der Erzeugung von Ambiguität (z.B. im Wortspiel, in der sprachlichen Innovation und der Generierung von Texten) aufzuspüren und in der Literaturwissenschaft durch die Rückbindung an konkrete sprachliche Bedingungen die Aporie universaler Vieldeutigkeit zu überwinden. Beteiligte Fächer sind die Rhetorik, die anglistische und romanische Sprachwissenschaft und die anglistische Literaturwissenschaft. Hier können Sie mehr über das Programm erfahren